Lexikon Übersicht
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Maserbirke
Maserbirke (auch Masur-Birke, „Karelische Birke“, lat. *Betula pendula* var. carelica*) ist das klassische Griffholz skandinavischer Messer, bekannt für ihre einzigartige, marmorartige Maserung. Diese entsteht durch eine genetisch bedingte Störung der Jahresringbildung, bei der sich dunkle Parenchym-Einschlüsse im Holz ablagern – kein Fehler, sondern das seltene Markenzeichen dieser Birkenvarietät. Das dichte, harte Holz liefert seit Jahrhunderten die Griffschalen für Messer von Mora bis Fällkniven und wird je nach Intensität der Maserung in Qualitätsstufen wie A, AA oder B gehandelt.
Was versteht man unter Hamon (jap. 刃文)?
Hamon (jap. 刃文, „Schneidenmuster“) ist die wellenartige Musterung entlang der Schneide traditionell gefertigter japanischer Klingen – von der Katana bis zum Tanto. Sie entsteht durch differenzielle Härtung (Yaki-ire): Eine Ton-Kohle-Mischung wird ungleichmäßig auf die Klinge aufgetragen, sodass Schneide und Rücken beim Abschrecken unterschiedlich schnell abkühlen und so eine extrem harte, scharfe Kante mit einem zähen, bruchresistenten Rücken entsteht. Ein echter Hamon lässt sich kaum fälschen – im Gegensatz zu geätzten oder aufpolierten Imitationen fehlt Letzteren die charakteristische mikrostrukturelle Tiefe. Mehr im Lexikon....
S90V Stahl
CPM-S90V gilt seit seiner Einführung durch die US-amerikanische Crucible Industries als einer der schnitthaltigsten rostfreien Messerstähle überhaupt – ein Ruf, der auf einer außergewöhnlichen Rezeptur beruht: satte 9 % Vanadium, verarbeitet im firmeneigenen Pulvermetallurgie-Verfahren (Crucible Particle Metallurgy, kurz CPM), erzeugen eine extrem dichte, feinkörnige Verteilung ultraharter Vanadiumkarbide, die härter sind als das Karbid so ziemlich jedes anderen gängigen Messerstahls. Das Ergebnis ist eine Klinge, die selbst nach intensivem Gebrauch kaum an Schärfe verliert – Klingenbesitzer berichten häufig, dass ein S90V-Messer über Jahre praktisch nicht nachgeschärft werden muss. Diese Eigenschaft hat allerdings ihren Preis: S90V gilt als einer der anspruchsvollsten Stähle in der Verarbeitung und Nachschärfung, was ihn zu einem Material für ambitionierte Enthusiasten und Profis macht statt für den Gelegenheitsnutzer. Doch was genau steckt hinter dem Pulvermetallurgie-Verfahren, wie schlägt sich S90V im direkten Vergleich zu Stählen wie S30V, D2, 440C oder M390, und warum wird er in der Fachliteratur regelmäßig als „High-End-Stahl für ambitionierte Messerliebhaber" bezeichnet? Der folgende Artikel geht diesen Fragen im Detail nach. Mehr im Lexikon....
Die meistgelesenen Einträge
D-2 Stahl (1.2379)
D2 Stahl ist ein erstklassiger, rostfreier Messerstahl mit langer Schnitthaltigkeit und guten Schärfeigenschaften. Die Bezeichnung D2 kommt ursprünglich aus den USA, in Deutschland hat dieser Stahl die Werkstoffnummer 1.2379.
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1.4125 Werkstoff / X105CrMoV17 / 440C / Böhler N695
Der Werkstoff 1.4125 (auch als X105CrMoV17 oder 440C oder Böhler N695 bezeichnet) ist ein martensitischer Chrom-Stahl mit sehr hoher Verschleißfestigkeit. Dank seiner mechanischen Eigenschaften wird dieser Kaltarbeitsstahl typischerweise als Messerstahl eingesetzt.
§42a Waffengesetz "Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen"
Innerhalb des Waffengesetzes erläutert der Paragraph § 42a das Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen in Deutschland.
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